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Verleihung der Otto-Hahn-Friedensmedaille 2005 an Muhammad Ali

Der dreifache Weltmeister im Schwergewicht Muhammad Ali wurde am 17. Dezember 2005 in Berlin mit der Otto-Hahn-Friedensmedaille in Gold geehrt. Muhammad Ali erhielt diese hohe Ehrung für sein lebenslanges Engagement für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung und die weltweite kulturelle und spirituelle Emanzipation der Schwarzen sowie seinen Einsatz als UN-Friedensbotschafter. Mit der Verleihung an Muhammad Ali beging die DGVN das Jubiläum der Verleihung der zehnten Otto-Hahn-Friedensmedaille.

„Muhammad Ali setzt bei der Verleihung der 10. Otto-Hahn-Friedensmedaille die Reihe der Preisträger überzeugend fort.“ so die Vorsitzende der DGVN Berlin-Brandenburg Dr. Christine Kalb. Die Medaille wird seit 1988 alle zwei Jahre von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) Berlin-Brandenburg verliehen. Mit ihr werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich herausragende Verdienste um Frieden und Völkerverständigung erworben haben. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit überreichte Muhammad Ali die Medaille bei einem Festakt im Grand Hyatt Berlin. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, der Muhammad Ali schon 1995 ein Buch widmete: „Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali“.

Nach dem Ende seiner Boxkarriere widmete sich Muhammad Ali einem neuen Kampf: „Jetzt fängt mein Leben erst wirklich an“, erklärte er einmal, „gegen Ungerechtigkeit kämpfen, gegen Rassismus, Verbrechen, Analphabetismus und Armut, mit diesem Gesicht, das die Welt so gut kennt.“ 1990 verhandelte er erfolgreich mit Saddam Hussein über die Freilassung amerikaischer Geiseln. Er warb über 50 Millionen Dollar Spendengelder ein und lieferte Nahrungs- und Arzneimittel nach Afrika und Asien, aber auch nach Kuba. Seit 1998 ernannte UN Generalsekretär Kofi Annan Muhammad Ali zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen. Unter anderem bereiste Ali als Friedensbotschafter Afghanistan und unterstützt mit persönlichen Auftritten die Öffentlichkeitsarbeit der Vereinten Nationen.

Die Otto-Hahn-Friedensmedaille stiftete Dietrich Hahn in Gedenken an das große humanitäre und pazifistische Engagement seines Großvaters, des Physikers, Nobelpreisträgers, ehemaligen Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft und Ehrenbürgers der Stadt Berlin, Otto Hahn. Muhammad Ali ist der zehnte Träger der Medaille nach Sandro Pertini, Michail Gorbatschow, Simon Wiesenthal, Sir Karl Rainer Popper, Hans Koschnick, Lord Yehudi Menuhin, Gerd Ruge, Miriam Makeba und Mary Robinson.

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