|
Die Konferenz 2002 fand am 8. Juli mit rund 30 Teilnehmern und 60 geladenen Gästen im Haus Huth am Potsdamer Platz in Berlin statt. Thema waren die Verbindungen zwischen Armut, Fundamentalismus und Gewalt sowie die Frage, ob kultureller Austausch und ökonomische Hilfe dazu beitragen können, Gewalt zu verhindern.
Prof. Dr. Jutta Limbach, Präsidentin des Goethe-Instituts Inter Nationes, eröffnete als Keynote-Speakerin die Konferenz. Sie stellte fest, dass Gewalt überall auf der Welt identische Züge habe: Sie sei jung und männlich. Gewalt könne nicht aus Armut allein erklärt werden, führte Prof. Limbach weiter aus, sondern sie sei auch ein Resultat von Demütigung und daraus entstehender Frustration. Anerkennung – also das Gegenteil von Demütigung – sei deshalb ein entscheidender Begriff bei der Suche nach Möglichkeiten der Gewaltprävention. Und da es nicht nur um materielle, sondern auch um symbolische Anerkennung gehen müsse, spielten Kultur und Bildung entscheidende Rollen.
Im Zentrum der Konferenz stand erstmals im IDB eine Podiumsdiskussion, die von Matthias Kleinert, dem Generalbevollmächtigten der DaimlerChrysler AG und Leiter des Bereichs Politik und Außenbeziehungen, moderiert wurde. An der Diskussion nahmen folgende Experten teil:
- Prof. Dr. Friedemann Büttner, Islamexperte, Freie Universität Berlin,
- Prof. Dr. Klaus Dicke, Experte für die Vereinten Nationen und Internationales Recht, Friedrich-Schiller-Universität Jena,
- Botschafter Dr. Gunter Mulack, Beauftragter für den Dialog der Kulturen des Auswärtigen Amts und
- Dr. Ulrich Schneckener, Experte für Terrorismus und Ethnische Konflikte, SWP-German Institute for International and Security Affairs.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion arbeiteten die diesjährigen Teilnehmer am Beispiel Afghanistan in zwei Workshops über die Themen:
A: “Cultural exchange and education as peace building measures” und
B: “Economic aid as means for the prevention of violence”.
Die Konferenz endete mit einem zweiten Plenum, bei dem die Sprecher der Workshops ihre Ergebnisse vortrugen, die auch in der Konferenzdokumentation nachzulesen sind.
|